Aktuelle Öffnungszeiten ab 1. Juli 2021

    Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr
    und Samstag 10 bis 14 Uhr

    Aktuelles, Veranstaltungen, Aktionen, Produkte ...

    Die Faire Woche 2021 findet vom 10. bis 24. September statt


    "Seit 20 Jahren lädt die Faire Woche jeden September alle Menschen in Deutschland dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ihrer Region zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich rund 2000 Aktionen ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels."
    Faire Woche

    Das Thema der diesjährigen Fairen Woche lautet: "Menschenwürdige Arbeitsbedingungen" und steht unter dem Motto: "Zukunft fair gestalten- #fairhandeln für Menschenrechte weltweit". Der Einsatz für "FAIR STATT MEHR", für faire Arbeitsbedingungen,fairen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit, der auch am Weltladentag stattgefunden hat (s. u.) geht weiter!

    Am 8. Mai 2021 war Weltladentag 2021!

    Der Weltladentag stand dieses Jahr unter dem Motto:
    "Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!

    Informationen zum Weltladentag

    ... und ein Auszug aus der Weltladen-Tag Darstellung:
    "Es ist Zeit für einen Tapetenwechsel! Weitermachen wie bisher ist keine Option, wenn wir alle und unsere nachfolgenden Generationen auf diesem Planeten ein gutes Leben führen wollen. Allein die ökologische Krise drängt uns zu einem schnellen Handeln. Die EU will bis 2050 klimaneutral werden – doch das wird nicht reichen. Wie könnte eine Alternative also aussehen? Hierauf gibt es keine einfache Antwort, ebenso wenig wie zu der Frage, wie wir zu einem solchen System gelangen können. Wir müssen bereit sein, eine Bandbreite an Ideen, Ansätzen und politischen Strategien auszuprobieren...."

    Die Weltladen-Bewegung hat rund um den Weltladentag am 8. Mai 2021 zu einem Austausch darüber eingeladen, wie wir gemeinsam eine faire und nachhaltige Zukunft gestalten können. Dazu haben bundesweit und in den Sozialen Medien verschiedene Aktionen stattgefunden.
    Wie ist es mit dir? Bist du bereit, alte Tapeten abzureißen und den Tapetenwechsel mitzugestalten?

    Unser Weltladen ist Mitglied im Weltladendachverband und im Rahmen des Dachverbandes stehen wir hinter dem Ziel des Dachverbandes: "Politik verändern"! Dazu ein Text des Weltladendachverbandes:

    "Weltladen-Mitarbeiter*innen verkaufen fair gehandelte Produkte. Aber nicht nur: Sie sind auch Aktivist*innen für den Fairen Handel. Weltläden fordern politische Veränderungen, damit die ungerechten Strukturen im Welthandel der Vergangenheit angehören. Mit dieser Motivation ist der Faire Handel vor etwa 50 Jahren angetreten und dafür kämpfen die Weltläden noch heute. Mehr Gerechtigkeit im Welthandel! Zugegeben, die Lösung für alle Probleme kennen die Weltläden natürlich nicht. Aber sie haben viele Ideen für einen gerechteren Welthandel. Und diese bringen sie auf vielfältige Art in die Gesellschaft ein. Dabei haben sie besonders die Interessen von Kleinproduzent*innen und Kleinbäuer*innen weltweit im Blick. Mit ihren Kampagnen-Aktionen zum Weltladentag stellten sie in Frage, wie Dinge des täglichen Gebrauchs produziert und konsumiert werden. Dabei wollten sie möglichst vielen Bürger*innen und Politiker*innen alternative Handlungsoptionen aufzeigen und so einen Beitrag zu einem sozial-ökologischen Wandel der Gesellschaft leisten. „Die Bewegung des Fairen Handels teilt die Vision einer Welt, in der sich Handelsstrukturen und -praktiken an Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und nachhaltiger Entwicklung orientieren, so dass alle Menschen durch ihre Arbeit einen angemessenen und würdigen Lebensunterhalt aufrechterhalten und ihr Potenzial voll entfalten können.“ (Aus der internationalen Charta des Fairen Handels "Zusammen für eine bessere Welt") Zum Glück sind Weltläden mit diesem anspruchsvollen Ziel nicht allein. Gemeinsam mit der weltweiten Fair-Handels-Bewegung arbeiten sie an dieser Vision. Der Weltladen-Dachverband als politische Stimme der Weltläden kooperiert hierzu mit anderen Fair-Handels-Organisationen und engagiert sich darüber hinaus in zivilgesellschaftlichen Bündnissen. Besonders intensiv sind die politischen Aktivitäten der Weltläden mit dem Forum Fairer Handel in Berlin und dem Fair Trade Advocacy Office in Brüssel verknüpft."


    Damit bei der weltweiten Produktion und dem weltweiten Handel Menschenrechte und Umweltschutz beachtet werden, befürworten auch wir als Weltladen die Verabschiedung eines angemessenen und wirksungsvollen Lieferkettengesetzes.

    Zur Initiative Lieferkettengesetz

    Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf am 3. März verabschiedet.(s.Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
    Das Lieferkettengesetz kommt – noch in dieser Legislaturperiode- so äußert sich z. B. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil- aber es gibt Gegenwehr aus Teilen der `Union`und `der Wirtschaft`und Kritik der `Initiative Lieferkettengesetz`. "Mit dem Gesetz wird erstmals die unternehmerische Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten geregelt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sprach von einem `historischen Durchbruch`- kein Gesetz auf der Welt sei so ambitioniert, wie das deutsche Lieferkettengesetz....Diesen Enthusiasmus teilen zivilgesellschaftliche Vertreter nicht. Sie begrüßen das Gesetz als längst überfälligen Schritt, fordern jedoch Nachbesserungen: Die "Christliche Initiative Romero" kritisiert fehlende Haftungsregelungen, die es den Opfern von Menschenrechtsverletzungen ermöglichen würde, vor deutschen Gerichten zu klagen. Die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, erklärte mit Blick darauf, dass das Gesetz zunächst nur für große Unternehmen gelten soll: "Verantwortung für Menschenrechte und Umwelt ist keine Frage der Unternehmensgröße". Der aktuelle Regierungsentwurf verpflichtet Großunternehmen dazu, auf Menschenrechtsverstöße in ihren eigenen Betrieben und bei den direkten Zulieferern zu achten. Bei mittelbaren Zulieferern, die ein Unternehmen nicht direkt beliefern, müssen sie erst reagieren, wenn sie Kenntnisse von Missständen erhalten. Auch diesen Umstand hält die "Initiative Lieferkettengesetz" für nicht ausreichend. Vertreter aus der Wirtschaft und Teile der Union hingegen befürchten Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen und eine Flut von Schadensersatzklagen. Der Wirtschaftsrat der CDU bezeichnete das Lieferkettengesetz bereits als "linksideologisches Thema" und rief die Abgeordneten der Union dazu auf, es im Bundestag zu ´stoppen´..." Stellungnahme zum Lieferkettengesetzt

    Vom 1. bis zum 15. Mai- rund um den Weltladentag- machten wir mit Plakaten in unseren Weltladenfenstern auf Arbeitssituationen und Verantwortungen aufmerksam.

    "Menschenrechte und Klimaschutz für alle. Weltladentag 2021

    In Deutschland und der Welt ging die Schere zwischen dem Leben der Armen und der Reichen in den letzten fünfzig Jahren immer weiter auseinander. Aber durch die Ausweitung des Welthandels sind in der ganzen Welt die Lebenserwartung und das Einkommen aller gestiegen: für Arme etwas und für Reiche sehr viel. In der Woche nach dem 1. Mai – dem internationalen Tag der Arbeit - findet seit vielen Jahrzehnten der Weltladentag in Deutschland statt. Mit den ca. 800 Teams in Deutschland hat auch das Weltladenteam in Lüdenscheid auf die Ungerechtigkeit hingewiesen und unterstützt das Projekt des Lieferkettengesetzes, das von der Bundesregierung beschlossen werden soll. Spätestens bis 2023 sollen alle Beteiligten verpflichtet werden, die Menschenrechte und wichtige Umweltschutzmaßnahmen zu achten und zu schützen. Noch sind 75 Millionen Jungen und Mädchen von ausbeuterischer Kinderarbeit betroffen, mit der auch Exportartikel für Deutschland produziert werden. Noch erhält die Näherin eines Marken-T-Shirts durchschnittlich nur 0,6 % des Endpreises. Noch verursacht der Textilsektor ca. 35 % des Mikroplastiks in den Weltmeeren. Noch beträgt die Lebenserwartung der Ärmsten ca. 50 Jahre und die der Reichen durchschnittlich mehr als 80 Jahre. Am Beispiel der Textilartbeiter*innen zeigten die Plakate in den Schaufenstern des Weltladens Missstände auf. Diese Missstände sollen teilweise durch das Lieferkettengesetz behoben werden. Nur wenn der Welthandel sozialer geregelt wird, werden Fluchtursachen überwunden und Lebensmöglichkeiten geschaffen. Nur wenn die Weltwirtschaft und der Lebensstil allerr Menschen umweltfreundlicher werden, können die Klimaerhitzung gebremst und eine friedliche und nachhaltige Zukunft aller Menschen gefunden werden. Noch ist die Menschheit gespalten. Das zeigten die „gespaltenen“ Schaufenster des Weltladens in den beiden ersten Maiwochen." Wir freuen uns, wenn wir dadurch Informationen und Anregungen liefern konnten!Das Lieferkettengesetz ist noch nicht gesetzt. Daher haben wir das Thema des Weltladentages 2020 in unserem Weltladen dieses Jahr erneut aufgenommen, als unseren Wunsch für "Tapetenwechsel" !
    Das Begleitheft und die Aktionen des letzten Jahres bleiben aktuell!


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